Erektionsstörungen

Die Ursache einer abnehmenden Erektionsfähigkeit liegt häufig in einer beginnenden Gefäßerkrankung. Sollten Sie - insbesondere "in Ihren besten Jahren" - unter einer zunehmenden Impotenz leiden, empfehle ich Ihnen zusätzlich zum Besuch beim Urologen eine Durchuntersuchung beim Internisten.

Es gibt jedoch auch zahlreiche Medikamente (beispielsweise Blutdruckpräparate oder Medikamente aus der Psychiatrie), die die Erektionsfähigkeit vermindern können. Nicht immer können in diesem Fall die in Verdacht stehenden Präparate einfach abgesetzt werden, es kann jedoch versucht werden in Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Arzt derselben Fachdisziplin nach Alternativen zu suchen.

 

Zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit sind inzwischen zahlreiche verschiedene Präparate (PDE5-Hemmer) am Markt, die Kosten hierfür müssen allerdings meist durch den Patienten selbst getragen werden.

Vor allem nach einer Radikalen Prostatektomie tritt durch Schädigung der Potenznerven sehr häufig eine Erektionsstörung auf. Können bei der Operation die Potenznerven geschont werden ist die Störung meist vorübergehend und gut mit PDE5-Hemmern behandelbar. Die kontinuierliche tägliche Einnahme eines solchen Medikamentes kann nachweislich die Nervenregeneration beschleunigen und auch insgesamt in ihrem Endergebnis verbessern, verursacht aber nicht unerhebliche Kosten für den Patienten (derzeit ca. € 400,- pro Quartal).

Treten unter PDE5-Hemmern keine Erektionen auf, sollte in der Regenerationsphase eine Vakuumpumpe eingesetzt werden, um einer unwiederruflichen inaktivitätsbedingten Schwellkörperschrumpfung (Fibrose) entgegenzuwirken.

Alternativ können auch sogenannte Prostaglandine durch den Patienten selbst in den Schwellkörper injiziert werden. Hiermit können auch bei weitreichendem Nervenschaden zuverlässige Erektionen erreicht werden.

Aber auch ein Mangel an männlichem Geschlechtshormon (Testosteronmangel) kann Ihre Beschwerden verursachen. Nach Erhebung Ihrer Krankengeschichte und einer umfassenden hormonellen Abklärung (eine alleinige Testosteronbestimmung ist NICHT ausreichend!) kann mit einer Hormonersatztherapie begonnen werden. Diese ist auf unterschiedliche Arten möglich und unter kompetenter Überwachung durch einen erfahrenen Urologen gefahrlos durchführbar, falsch angewandt kann sie allerdings zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.