End-zu-End-Anastomose


76jähriger Patient, sexuell nicht aktiv, internistisch multimorbid. Stattgehabte TUR-P und traumatische Katheterisierung.

7 Vorinterventionen (Endourethrotomien, Bougierungen).

ASS perioperativ nicht pausiert.

Stabiles Ergebnis 2 Jahre postoperativ. Aufnahme im Rahmen einer Kathetereinlage (internistischer KH-Aufenthalt).

Mit im Bild die Hand des Untersuchers.


Eine Strikturexzision mit primärer Anastomose ist ein risikoarmer Oberflächeneingriff und auch bei multimorbiden Risikopatienten mit minimalem Blutverlust relativ rasch und unkompliziert durchführbar. Strikturen bis ca. 4 cm sind überbrückbar.

Dorsales Onlay


40jähriger Patient, multiple Vorinterventionen, letztlich wöchentliche Selbstbougierung. Katheterisierung nach über 2 Jahren nicht mehr möglich.

Dorsale Onlayplastik mit innerem Präputalblatt. Das Miktionsurethrogramm bei Kahteterentfernung 12 Tage postoperativ zeigt eine leichte "Überkorrektur" distal der ehemaligen Striktur.


Bei dieser Lage und Länge der Striktur wäre eine Strikturexzision mit End-zu-End-Anastomose sicher die raschere und einfachere Variante gewesen. Bei jungem, sexuell aktivem Patienten wurde dennoch ein dorsales Onlay gewählt, um kein Risiko einer Minderperfusion der Glans einzugehen.

bulboprostatische Anastomose

63jähriger Patient mit typischer Straddle-Verletzung nach Sturz auf eine Anhängerdeichsel. Klassischer Harnröhrenabriss mit abgehobener Harnblase, die Harnröhre endet blind in einem Hämatom (teilweise mitkontrastiert).

Im MRT läßt sich die Diskontinuität der Harnröhre mit Abriss von der Prostata mit Verkippung derselben und großem Hämatom unterhalb des Beckenbodens darstellen.



Nach zwei Monaten Harnableitung über die Zystostomie ist das Hämatom weitgehend resorbiert, der Harnröhrenstumpf endet blind.

Drei Monate nach dem Unfall wird die entstandene Narbe exzidiert und die Harnröhre wieder mit der prostatischen Urethra anastomosiert. Hierfür ist eine geringe Dissektion der Crura notwendig.

Präoperativ bestand eine gute Erektionsfähigkeit unter PDE5-Hemmer, postoperativ war keine Verschlechterung bemerkbar.