Operationen an den Nebennieren

Chirurgische Eingriffe an den Nebennieren sind notwendig zur Entfernung von gutartigen und bösartigen Gewächse an den Nebenniere. Laparoskopisch ist dies ähnlich wie bei der Nierenentfernung über vier kleine Schnitte bis max. 1,5 cm möglich, auf eine ausgedehnte Schnitterweiterung zur Bergung aus der Bauchhöhle kann verzichtet werden. 

 

Ist eine zweite gesunde Nebenniere vorhanden, sind langfristig keine unerwünschten Auswirkunken auf die Gesundheit zu erwarten.

Mehr zur Bedeutung der Nebennieren erfahren Sie hier:

Eine gutartige Geschwulst der Nebenniere (Nebennierenadenom) wird entfernt, wenn durch eine ungeregelte Hormonproduktion durch das Adenom gesundheitliche Probleme drohen, oder aber wenn der Verdacht besteht daß es sich doch um einen bösartigen Tumor (adrenocorticales Karzinom) handeln könnte. Dieser Verdacht besteht bei auffallend raschem Wachstum, wenn das Gewächs eine Größe von etwas 6 Zentimetern überschreitet, oder wenn der Tumor in der Computertomographie oder Kernspintomographie sonstige Auffälligkeiten (v.a. unregelmäßiges Wachstum) zeigt.

 

Bei Verdacht auf ein Phäochromozytom, ist vor der Operation eine medikamentöse Vorbehandlung notwendig, um während der Operation lebensgefährliche Blutdruckentgleisungen zu vermeiden. Darum ist auch vor jedem Eingriff an den Nebennieren unbedingt eine hormonelle Abklärung vorzunehmen.

 

Bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor ist die Nebenniere jedenfalls vollständig zu entfernen. Bei gutartigen Adenomen kann unter Umständen ein gesunder Teil der betroffenen Nebenniere erhalten werden.