Mikrochirurgie

Mit Hilfe eines Operationsmikroskops können Eingriffe durchgeführt werden, die das Präparieren besonders feiner Strukturen erfordert. Am häufigsten werden diese Techniken in der Neurochirurgie, Augenheilkunde, Plastischen Chirurgie und der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde angewendet. Doch auch in der Urologie gibt es einige Eingriffe, bei denen die Sichtverbesserung durch ein Operationsmikroskop sinnvoll ist. 

Vasovasostomie - zur Wiedererlangung der natürlichen Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch nach Vasektomie...

Weitere Informationen zur Vasovasostomie finden sie hier:


Varikozelenligatur - zur Behandlung schmerzhafter oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigender Krampfadern am Hoden. Hierbei werden über einen Schnitt in der Leiste die betroffenen Venen isoliert, unterbunden und durchtrennt. Hodendurchblutung und Samenleiter werden hierbei durchtrennt.

Eine Alternative zur mikrochirurgischen Varikozelenligatur ist die laparoskopische Varikozelenligatur mittels Bauchspiegelung. Insbesondere bei bereits erfolglos voroperierter Varikozele stellt jedoch der mikrochirurgische Eingriff das aussichtsreichste Operationsverfahren dar.

Denervierung des Hoden - zur Behandlung andauernder Hodenschmerzen, wenn alle anderen Behandlungsverfahren erfolglos blieben. Hierbei wird ähnlich wie bei der Varikozelenligatur der Samenstrang freigelegt. Der Samenstrang, die Hodenarterie (Arterie = versorgendes Blutgefäß) und eine Vene werden geschont, die übrigen Venen mitsamt der den Schmerzreiz transportierenden Nerven werden durchtrennt.